Im November fanden in der Stadt Solingen mehrere Gedenkaktionen statt, an denen sich auch Schüler:innen der Geschwister-Scholl-Schule beteiligten. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltungen standen der Kampf gegen das Vergessen und das Bewusstsein für ein friedliches Miteinander – Werte, die auch an unserer Schule eine besondere Bedeutung haben. Als Schule ohne Rassismus setzt sich die Scholle für Zivilcourage und ein respektvolles Zusammenleben ein.

Am 3. November beteiligten sich Schüler:innen der Weiße-Rose-AG zusammen mit Herr Kiesecker an der Aktion „Stolpersteine Putzen“ in Ohligs. Bei dieser jährlichen Gedenkform wird an die getöteten, verschleppten, misshandelten oder geflohenen ehemaligen Mitbürger:innen erinnert, die unter dem Nationalsozialismus in Ohligs ihre Wohnungen und oft auch ihre Geschäfte verloren haben. Die Stolpersteine wurden gereinigt und zum Glänzen gebracht, um diesen Menschen sichtbar und würdevoll zu gedenken.
Am 10. November 2025 nahmen Schüler:innen der Jahrgangsstufe EF sowie Mitglieder der Weiße-Rose-AG am Gedenken an die Novemberpogrome teil. Die Veranstaltung begann am Standort der ehemaligen Solinger Synagoge, die in der Reichspogromnacht zerstört wurde. Nach einem Beitrag des Oberbürgermeisters und des Vorsitzenden der jüdischen Kultusgemeinde folgte eine Präsentation von Schüler:innen der Geschwister-Scholl-Schule Schwertstraße zur heutigen Bedeutung des Bunkers, der sich dort befindet
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Im Anschluss bewegte sich ein Mahngang durch die Stadt, vorbei am Max-Leven-Zentrum bis zur Stadtkirche. Die Schüler:innen trugen Schilder mit den Namen der Solinger Opfer des Nationalsozialismus. In der Stadtkirche wurde das Gedenken durch Beiträge des Jugendstadtrates fortgeführt; musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch den Chor „Voices“ der FALS.
Die Aktionen zeigen eindrücklich, wie wichtig Erinnerungskultur bleibt – nicht nur in der Stadt, sondern auch im schulischen Alltag.



