Gedenkstättenfahrt der Weiße-Rose-AG nach München und Dachau

Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Widerstand gegen das NS-Regime ist ein zentraler Bestandteil der Arbeit der Weiße-Rose-AG unserer Schule. Bereits mehrfach hat die AG in diesem Zusammenhang Exkursionen nach München und Dachau durchgeführt, um historisches Lernen außerhalb des Klassenzimmers zu ermöglichen und Erinnerungskultur aktiv zu gestalten.

Ein fester Bestandteil dieser Fahrten ist der Aufenthalt im Internationalen Jugendgästehaus Dachau in Kooperation mit dem Max Mannheimer Studienzentrum. Dort nehmen die Schüler:innen an Seminaren teil und erhalten im Rahmen geführter Rundgänge über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau vertiefende Einblicke in die Geschichte des Ortes. Ergänzt werden diese Programmpunkte durch Besuche zentraler Erinnerungsorte in München, die mit dem Widerstand der Geschwister Scholl verbunden sind, darunter die Ludwig-Maximilians-Universität. Im Lichthof der Universität wurden Hans und Sophie Scholl am 18. Februar 1943 beim Verteilen von Flugblättern festgenommen. Auch das Grab der Geschwister Scholl gehört regelmäßig zum Programm der AG-Fahrten.

Auch in diesem Jahr machte sich die Weiße-Rose-AG wieder auf den Weg nach München und Dachau. Gemeinsam mit Herrn Kiesecker und Frau Gratz reisten Schüler:innen der Jahrgänge 8 bis 10 sowie der Q1 und konnten in den vergangenen Tagen viele intensive und nachhaltige Eindrücke sammeln.

Die Fahrt begann am Montag mit der Anreise nach München und der Weiterfahrt nach Dachau. Nach der Ankunft stand zunächst ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm, bevor in einer ersten thematischen Einführung grundlegende Informationen zur Geschichte des Konzentrationslagers Dachau sowie zu weiteren Konzentrationslagern in Deutschland und Polen vermittelt wurden. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen und einem kurzen Spaziergang, der Raum für erste Gespräche und Eindrücke bot.

Am Dienstag vertieften die Teilnehmenden ihr Wissen in einem Seminar, in dem unter anderem die Bedeutung der Kennzeichnungen thematisiert wurde, die Häftlinge im Konzentrationslager tragen mussten. Anschließend folgte ein Rundgang über das Gelände der Gedenkstätte Dachau. Am Nachmittag besuchte die Gruppe erneut das ehemalige Lager, wobei unter anderem das Krematorium sowie die ehemaligen Schlafräume besichtigt und gemeinsam besprochen wurden. Die Eindrücke dieses Tages waren für viele Schüler:innen besonders eindringlich.

In der verbleibenden Zeit standen unterschiedliche Workshops sowie gezielte Phasen der Reflexion auf dem Programm. Diese boten den Teilnehmenden die Möglichkeit, das Erlebte zu verarbeiten, Fragen zu stellen und Bezüge zur Gegenwart herzustellen.

Die Gedenkstättenfahrt hat erneut gezeigt, wie wichtig außerschulische Lernorte für eine nachhaltige historische Bildung sind. Wir danken Herrn Kiesecker und Frau Gratz für die Organisation und Begleitung der Fahrt sowie besonders den teilnehmenden Schüler:innen für ihr großes Interesse, ihr Engagement und ihren respektvollen Umgang mit diesem sensiblen Kapitel unserer Geschichte.

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