Schulwettbewerb Zentrum für Verfolgte Künste: Erster Platz für Klasse 7d

Die Klasse 7d unserer Schule hat im vergangenen Halbjahr mit großem Engagement am Schulwettbewerb 2025 des Zentrums für Verfolgte Künste teilgenommen. Der Wettbewerb wurde bereits zum zweiten Mal vom Förderkreis #Wir_erinnern_Wir_gestalten des Zentrums für verfolgte Künste und der Stadt Solingen ausgerichtet. Vorsitzende Sylvia Löhrmann leitet das Verfahren, die Schirmherrschaft übernimmt Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

Unter dem diesjährigen Motto „Freiheit – Ohne Angst verschieden sein: Was bedeutet das für dich?“ gestaltete die Klasse im GL-Unterricht gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Schott einen Filmbeitrag. Darin thematisieren die Schüler:innen persönliche Erfahrungen mit Diskriminierung im schulischen Alltag, erklären die rechtlichen Grundlagen in Deutschland und geben konkrete Handlungsempfehlungen, wie Diskriminierung verhindert oder Betroffenen geholfen werden kann.

Heute Abend fand im Zentrum für Verfolgte Künste die lang ersehnte Preisverleihung statt, bei der auch die Gewinner:innen erstmals bekanntgegeben wurden. Der große Einsatz hat sich gelohnt: Die Klasse 7d wurde mit einem der beiden ersten Preise ausgezeichnet!

Die feierliche Zeremonie wurde von der Vorsitzenden des Förderkreises, Sylvia Löhrmann, eröffnet und von Oberbürgermeister Tim Kurzbach begleitet. In ihrer Laudatio würdigte die ehrenamtliche Bürgermeisterin Frau Zacharaki den Beitrag der Klasse mit bewegenden Worten und betonte die große gesellschaftliche Bedeutung des Engagements gegen Diskriminierung.

Neben der wichtigen Anerkennung erhielt die Klasse auch ein Preisgeld von 300 Euro, gestiftet von der Stadtsparkasse Solingen.

Wir sind sehr stolz auf die Klasse 7d und freuen uns mit ihr über diesen großartigen Erfolg!

Laudatio zur Preisverleihung des Schulwettbewerbs

„Ohne Angst verschieden sein – was bedeutet das für dich?“

Platz 1: Klasse 6d der Geschwister-Scholl-Schule von Frau Ioanna Zacharaki, Bürgermeisterin



Liebe Schülerinnen und Schüler,
sehr geehrte Lehrkräfte,
liebe Gäste, liebe Jury-Mitglieder,

wir haben heute die große Freude, ein Projekt auszuzeichnen, das in vielerlei Hinsicht Maßstäbe gesetzt hat – inhaltlich, kreativ, gesellschaftlich und menschlich.

Das diesjährige Wettbewerbsthema „Ohne Angst verschieden sein – was bedeutet das für dich?“ fordert zur Auseinandersetzung mit einem Thema auf, das hochaktuell ist – und gleichzeitig zeitlos.

In einer Gesellschaft, die immer diverser wird, ist das Recht, verschieden zu sein, keine Randfrage mehr – es ist ein Kern unserer demokratischen Werte.
Und dennoch erleben wir immer wieder, wie Unterschiede – ob in Herkunft, Sprache, Religion, Aussehen oder Identität – zur Ursache von Ausgrenzung werden.

Gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung, Unsicherheiten und gesellschaftlicher Spannungen ist es umso wichtiger, dass junge Menschen sich diesen Fragen stellen.
Und genau das hat die Klasse 6d der Geschwister-Scholl-Schule auf eindrucksvolle Weise getan – und zwar mit einem selbst gedrehten Film, der uns alle in der Jury nachhaltig beeindruckt hat.

Was macht diesen Beitrag so besonders?

Die Antwort ist: alles.
Der Film trifft das Thema punktgenau und zeugt von einer sehr gründlichen Vorbereitung. Die Argumentation ist fundiert und durchdacht, die Darstellung lebensnah und gleichzeitig kreativ, facettenreich und poetisch.
Die Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie sich nicht nur emotional, sondern auch sachlich mit dem Thema auseinandergesetzt haben – die Gesetzeslage wurde mit einbezogen, unterschiedliche Perspektiven wurden berücksichtigt und vor allem wurde nicht nur kritisiert, sondern lösungsorientiert gedacht.

Was dabei besonders hervorzuheben ist:
Diese Leistung stammt von einer 6. Klasse – und das allein verdient große Anerkennung.
In einem Alter, in dem man oft gerade erst beginnt, gesellschaftliche Themen bewusst wahrzunehmen, hat sich diese Klasse bereits tiefgehend mit Fragen von Identität, Vielfalt, Angst und Akzeptanz beschäftigt – und das mit einem bemerkenswerten Maß an Reife, Empathie und Verantwortungsbewusstsein.

Der Film ist nicht nur inhaltlich stark – er ist nachhaltig in seiner Wirkung. Er bleibt im Kopf. Und im Herzen.

Diese Haltung, dieses Engagement, passt auf ganz besondere Weise zu dem Namen eurer Schule, liebe Schülerinnen und Schüler.
Die Geschwister Scholl – Sophie und Hans – stehen wie kaum jemand sonst in der deutschen Geschichte für Mut, Gewissen und Zivilcourage.
Sie setzten sich für Menschlichkeit, Freiheit und das Recht ein, anders zu denken und anders zu sein – auch wenn es gefährlich war.

Dass ausgerechnet die Klasse 6d der Geschwister-Scholl-Schule dieses Thema so überzeugend, durchdacht und feinfühlig bearbeitet hat, ist also mehr als Zufall – es ist ein Zeichen dafür, wie lebendig die Werte dieser Schule sind.
Ihr habt den Namen eurer Schule mit Leben gefüllt – durch eure Arbeit, durch euren Mut, durch eure Offenheit.

Ich möchte mich herzlich bedanken bei eurer Klassenlehrerin, Frau Leah Schott, die euch durch dieses Projekt begleitet hat –
und natürlich bei allen Schülerinnen und Schülern der Klasse 6d für euren Einsatz, eure Ideen, eure Teamarbeit und euren starken Beitrag.

Die Schule kann stolz auf euch sein.
Und wir alle sind dankbar, dass ihr uns mit eurem Film daran erinnert habt, wie wertvoll es ist, ohne Angst verschieden sein zu dürfen.

Herzlichen Glückwunsch zum 1. Platz!
Ihr habt ihn euch mehr als verdient.

Herzlichen Dank!


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