Wie lassen sich Literatur und Kunst miteinander verbinden? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Schüler:innen des Englisch-Erweiterungskurses von Frau Gratz im 8. Jahrgang. Im Mittelpunkt stand die Lektüre des Romans The Picture of Dorian Gray von Oscar Wilde, einem der bekanntesten Werke der englischsprachigen Literatur.
Im Englischunterricht setzten sich die Schüler:innen intensiv mit der Handlung und den zentralen Themen des Romans auseinander. Dabei entstand eine Lektüremappe, in der verschiedene Aufgaben bearbeitet wurden. Neben Inhaltsangaben beschäftigten sich die Schüler:innen auch mit philosophischen Fragestellungen und diskutierten ausgewählte Zitate aus dem Buch. So setzten sie sich beispielsweise mit der Aussage „When we are happy we are always good, but when we are good we are not always happy“ auseinander und entwickelten eigene Positionen zu den Gedanken des Romans.
Die Geschichte des jungen Dorian Gray, dessen Porträt an seiner Stelle altert und die Folgen seiner Entscheidungen sichtbar macht, bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche über Moral, Verantwortung und die Bedeutung von Schönheit und äußerem Erscheinungsbild.
Parallel dazu wurde das Thema gemeinsam mit Frau Schmalz im Kunstunterricht aufgegriffen. Inspiriert von der Handlung des Romans gestalteten die Schüler:innen eigene Porträts, die sowohl die schöne äußere Erscheinung als auch die „sündige Seele“ der dargestellten Person sichtbar machen sollten. Dabei konnten sie ihre Vorstellungen von Gut und Böse, Schönheit und Charakter individuell umsetzen.
Es entstanden zahlreiche kreative und beeindruckende Arbeiten, die zeigen, wie gewinnbringend die Verbindung verschiedener Fächer sein kann. Die Unterrichtsreihe machte deutlich, dass Literatur weit über das Lesen eines Buches hinausgehen kann und auch künstlerische Ausdrucksformen neue Perspektiven auf bekannte Inhalte eröffnen.








